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Unfallversicherung

Mittwoch, den 30. September 2009

Die gesetzliche Unfallversicherung sichert primär Arbeitnehmer gegen die finanziellen Folgen einer Gesundheitsschädigung ab, die in Zusammenhang mit ihrer Erwerbstätigkeit eingetreten ist. Dabei ist es unerheblich, ob diese Schädigung durch einen Unfall eingetreten ist oder eine Berufskrankheit vorliegt. Die gesetzliche Unfallversicherung gehört zu den Sozialversicherungen, für Unternehmen besteht eine Pflichtmitgliedschaft. Schüler und Studenten sind ebenfalls versichert.

Finanziert wird die Unfallversicherung im Wesentlichen aus Beiträgen der Mitgliedsunternehmen. Der Beitrag bemisst sich nach der gesamte durch das Unternehmen im Berechnungsjahr gezahlten Lohnsumme sowie nach der Gefahrklasse, in die ein Unternehmen eingestuft wird. Der Versicherungsschutz für Schüler und Studenten wird aus Steuermitteln finanziert.

Leistungen der Unfallversicherung
Sämtliche Kosten, die in Folge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufserkrankung entstehen, sind durch die Unfallversicherung gedeckt. Dies betrifft sowohl die Kosten für die erforderliche medizinische Behandlung als auch die Kosten für die Pflege, sofern diese dauerhaft notwendig ist. Darüber hinaus wird für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ein Verletztengeld als Lohnersatzleistung gezahlt. Im Falle einer dauerhaft eingeschränkten Erwerbsfähigkeit wird eine Verletztenrente gewährt. Abhängig vom konkreten Einzelfall können auch weitere tatsächlich entstandene Kosten übernommen werden. Die Unfallversicherung sichert nur materielle Schäden ab. Ein Schmerzensgeld wird beispielsweise nicht gezahlt.

Versicherungsschutz besteht für alle Unfälle, die in direktem Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit stehen, also auch Wegunfälle. Insbesondere letztere geben häufig Anlass zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, da nicht eindeutig festgelegt ist, welche Abweichungen vom direkten Weg zur Arbeit (Unterbrechungen, Umwege) zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen. Im Falle von direkten Arbeitsunfällen besteht nur dann kein Versicherungsschutz, wenn der Arbeitnehmer sich die Verletzungen vorsätzlich der grob fahrlässig zugefügt hat.

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