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Pflegeversicherung

Mittwoch, den 30. September 2009

Eine Pflegeversicherung ist grundsätzlich eine Einrichtung des Staates und dient der Versorgung und Hilfe pflegebedürftiger Mitbürger. Sie ist der jüngste Bestandteil des Sozialversicherungssystems. Die Art dieser Versicherung ist jedoch von Land zu Land unterschiedlich. Während sie beispielsweise in der Schweiz Teil der üblichen Krankenversicherung und somit verpflichtend ist, ist sie in Österreich hingegen freiwillig und kann zusätzlich zur Pensionsversicherung abgeschlossen werden. In Deutschland wiederum ist eine private Pflegeversicherung immer dann von Nöten, wenn Sie privat krankenversichert sind.

Um Hilfe des Staates in Form von einer Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie zunächst einen Antrag stellen. Dieser kann sowohl vom Versicherten selbst als auch von Pflegern, Betreuen oder eventuell den Eltern des Pflegebedürftigen eingereicht werden. Nach der Bearbeitung des Antrags folgt die Zuteilung in eine sogenannte Pflegestufe, die vorgibt, wie hoch die Hilfsleistungen des Staates sein werden, die frühestens mit Beginn des Antragsmonats gestellt werden.

Die Einteilung in die einzelnen Pflegestufen findet in Anlehnung an ein Pflegegutachten statt. Bei Antragsstellung der Pflegeversicherung sollten Sie also beachten, zusätzlich einen Hausbesuch mit einem Gutachter auszumachen. Dieser Termin lässt sich meist über die jeweilige Pflegekasse vermitteln. Der Gutachter erstellt ein Profil des Pflegebedürftigen, in dem er festhält, wie hoch der tägliche Zeitaufwand des Pflegers bzw. der Eltern – oder gegebenenfalls des Versicherten selbst – für die Grundpflege ist. Anhand dieses Profils wird anschließend das Pflegegutachten erstellt und die Pflegestufe ermittelt.

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