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Krankenversicherung

Sonntag, den 12. April 2009

Die Krankenversicherung gehört zu den wichtigsten Sozialleistungen im deutschen Staat. Vor über hundert Jahren wurde diese von Bismarck eingeführt, um die ärmeren Menschen in das soziale Netz einzufügen und ihre Zustimmung zu gewinnen. Heutzutage hat sich das deutsche System bisher bewährt, obwohl in den letzten Jahren durch die demographische Verschiebung, sich erste Probleme aufzeigen, die in Zukunft zunehmen werden.

Generell erstattet eine Krankenversicherung die Kosten bei der Behandlung durch einen Arzt oder zahlt zumindest einen gewissen Anteil. Hierbei spielt es keine Rolle ob es sich um einen Unfall handelt, man einfach nur krank ist oder die Schwangerschaft einer Frau ansteht. Sie gehört zu den Pflichtversicherungen. Zur Zeit existieren in Deutschland zwei Formen der Krankenversicherungen: Die gesetzliche Krankenversicherung und die private Krankenversicherung.Auf der einen Seite, die gesetzliche Krankenversicherung. Deren Leistungen bieten eine ausreichende, medizinische Grundversorgung und sind im Sozialgesetzbuch verankert. Desweiteren werden die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung direkt vom Einkommen des Versicherten abgezogen. Problematisch ist hier das immer höhere Alter unserer Gesellschaft. Es gibt keine Rücklagen für die großen Kosten, die ältere Menschen verursachen und mit jedem Jahr steigen somit auch die Beiträge, die man mittragen muss. Man spricht hier vom Solidarprinzip.

Auf der anderen Seite steht die private Versicherung. Ab einem gewissen Einkommen entfällt die gesetzliche Versicherungspflicht. Hier steht es dem Versicherten frei, sich entweder gesetzlich oder aber auch privat versichern zu lassen. Die Unterschiede sind vielfältig. Der Versicherte bestimmt Leistung und Schutz meistens selber und erstellt sich so individuell, seine eigenen Versicherungskosten. Damit ist die private Krankenversicherung risikobezogen und unabhängig vom Einkommen. Außerdem besteht eine stete Rücklagenbildung, um die Kosten durch ältere Versicherungsnehmer zu decken.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, steigen hier die Beiträge aber nur in bestimmten Tarifgruppen, das heisst es tragen nicht alle die Kostenlast, die entsteht. Allerdings können auch so an einem Ende die Kosten besonders niedrig und am anderen besonders hoch sein, was für eine zunehmende Instabilität innerhalb der Versicherung sorgen kann.

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