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Kirchensteuer

Dienstag, den 7. April 2009

In Deutschland zahlen Angehörige der römisch-katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche Kirchensteuer. Dies ist gesetzlich so verankert. In den meisten anderen europäischen und nichteuropäischen Staaten wird keine Kirchensteuer entrichtet.

Die Kirchensteuer wird zusammen mit der Einkommenssteuer und etwaigen Sozialabgaben direkt vom Arbeitgeber entrichtet. Die Höhe der Kirchensteuer beträgt etwa zehn Prozent der zu entrichtenden Einkommenssteuer. Dies ist jedoch nur ein ungefährer Anhaltspunkt. Die Höhe der zu entrichtenden Kirchensteuer differiert zwischen den einzelnen Bundesländern innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Wer keine Kirchensteuer entrichten will, muss aus der Kirche austreten. Dies geschieht beim zuständigen Amtsgericht oder Standesamt.

Bei einer eventuellen Einkommenssteuerrückerstattung wird auch die Kirchensteuer in anteiliger Höhe vom zuständigen Kirchensteueramt zurückerstattet. Die Kirchensteuer wird von den großen Kirchen in Deutschland zur Begleichung aller möglichen Ausgaben verwendet. Hierzu zählen Personalausgaben, Unterhalt für diverse Gebäude und ähnliches. Innerhalb der römisch-katholischen Kirche wird auch ein Teil der Kirchensteuereinnahmen an den Vatikan abgeführt.

Die Kirchensteuer dient auch dazu, soziale Aufgaben der Kirche tragen zu können. Somit dient sie im Endeffekt wieder anderen Bürgern, die der gleichen Konferssion wie der Kirchensteuerzahler angehören. Im Unterschied zum Kirchengeld, das direkt von der jeweiligen Kirchengemeinde erhoben wird, kann die Verwendung aber nicht so unmittelbar nachvollzogen werden. Informationen über die Verwendung der Kirchensteuer können jedoch bei zuständigen Stellen angefordert werden.

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