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Arbeitslosenversicherung

Dienstag, den 7. April 2009

Die Arbeitslosenversicherung stellt eine Säule der Sozialversicherung dar. Sie dient vor allem dazu, während einer Erwerbslosigkeit dem Betreffenden ein Einkommen zu sichern. Pflichtversichert sind Arbeitnehmer, Auszubildende und seit 2006 auch Wehr- und Zivildienstleistende. Alle Personen, die nicht in die Pflichtversicherung fallen, können sich ebenfalls seit 2006 weiterhin freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern.

Der Beitragssatz beträgt in aller Regel drei Prozent des Bruttoarbeitsentgelts. Es gibt aber Abweichungen und Beitragsanpassungen über bestimmte Zeiträume, sodass dieser Wert nicht durchgehend gleichbleibend ist. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt derzeit bei 5300 Euro in den neuen und 4500 Euro in den alten Bundesländern. Die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung ist aufgeteilt und wird getragen zu fünfzig Prozent vom Arbeitnehmer und zu fünfzig Prozent als Anteil des Arbeitgebers abgedeckt. Neben den Entgeltersatzleistungen übernimmt die Arbeitslosenversicherung jedoch noch weit mehr Fachbereiche. So ist sie zum Beispiel bei der Eingliederungsverbesserung, Förderung der Aus- und Weiterbildung, wie auch die Förderung der Arbeitsmöglichkeiten von älteren und behinderten Menschen aktiv. Für den Arbeitgeberbereich leistet die Arbeitslosenversicherung in erster Linie Zuschüsse bei Einstellung sowie Unterstützungen für die Einstellung von benachteiligten Teilnehmern in der Arbeitswelt.

Um Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten zu können, muss man als Arbeitnehmer arbeitsuchend gemeldet sein und einen entsprechenden Antrag auf Arbeitslosengeld bei der zuständigen Arbeitsagentur stellen. Damit es nicht zu Geldausfällen kommt sollten Betroffene, die vorher von eintretender Arbeitslosigkeit in Kenntnis sind, schnellstmöglich einen Antrag stellen, da die Bearbeitung eine Zeit in Anspruch nehmen kann.

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